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Pathologie kurz erklärt

Die Pathologie ist im Wesentlichen die Lehre von Krankheiten – sie beschäftigt sich also mit krankhaften Veränderungen des Körpers. Der Facharzt für Pathologie untersucht nicht den Patienten selbst, sondern dessen Gewebe. Deshalb lernen wir uns meist auch nicht persönlich kennen. Gerade aus diesem Grund wissen wir Ihr Vertrauen in unsere Arbeit besonders zu schätzen.

In der Regel sendet uns Ihr behandelnder Arzt oder Ärztin die erforderlichen Gewebeproben mit allen benötigten Informationen zu. Wenn wir diese erhalten haben, beginnen wir mit der genauen Untersuchung. Dazu wird die Probe zunächst in hauchdünne „Scheibchen“ geschnitten. Diese sogenannten Schnitte werden dann auf Objektträgern, dünnen Glasplättchen, befestigt und eingefärbt.

Unsere erfahrenen Pathologinnen und Pathologen betrachten dann jede dieser Proben ausführlich und hochkonzentriert unter einem hochauflösenden Mikroskop, um Gewebeveränderungen festzustellen und zuzuordnen. Wir kennen die Charakteristika verschiedenster Krebserkrankungen, entzündlicher und degenerativer Veränderungen ganz genau und können zum Beispiel anhand von Zellstrukturen und -verformungen erkennen, um welche Erkrankung es sich handelt.

Zudem können wir unter Anwendung von Hightech-Verfahren das Genom der Krebszellen entschlüsseln. Mithilfe des sogenannten Next Generation Sequencing (NGS) können wir den Tumor charakterisieren und die Prognose Ihres Tumorleidens einschätzen sowie ein individuelles Therapieschema basierend auf der aktuellen Datenlage für Sie entwerfen.

Übrigens: Mit der Ihnen aus dem sonntäglichen „Tatort“ bekannten Pathologie haben wir im WILDLAB nichts gemeinsam. Unser Arbeitsfeld sind die Gewebeproben lebender Patienten – an der Aufklärung eines Mordes sind wir nicht beteiligt. Hier kommen unsere Kolleginnen und Kollegen, die Rechtsmediziner, ins Spiel.